Wir ziehen um

Als Reisende bewege ich mich nicht nur mit meinem Körper durch die Welt, sondern auch mit meinem Geist. Ich habe es hier genossen und viel gelernt. Doch nun wird es Zeit, einen anderen Fleck Erde zu besuchen.

Wir ziehen um:

http://aneweve.wordpress.com/ (Deutsch)
http://thesewondrousredshoes.wordpress.com/ (Englisch)

Dort werden wir auch weiterhin über Feminismus, Reisen und die Welt aus unserer ganz persönlichen Sicht schreiben.
Wann wir hier aufhören. steht noch nicht fest, aber gegen Ende des Jahres sollten die Texte in den Umzugswagen sein. Nicht alles nehmen wir mit, und anderes wird in neuem Licht am Fenster stehen.

Ich danke euch und freue mich auf weitere Jahre wunderbarer NachbarInnenschaft.
semiramis

Ein erzähltes Leben vom Tode her

Am vorletzten Juniwochenende saß ich in einer Aufbahrungshalle und sah auf die Grablegung Christi. Ab einem bestimmten Alter nehmen wir wohl vermehrt an Beerdigung teil, wenn die Generationen vor uns sterben. Bisher habe ich nur an denen meiner eigenen Familie teilgenommen, und bei dem Blick auf die Urne fallen mir all die Dinge ein, die ich nicht gefragt habe. Es schickt sich für die Angehörigen, sich mehr als eine halbe Stunde vorher einzufinden, um Zeit zu haben, den Verstorbenen Respekt zu erweisen. In diesen Minuten sehen wir uns mit den Überresten der Familie, tot und lebend, gegenüber, und eigentlich ist das schon Grund genug zu weinen. (mehr…)

La Mama: Die Beziehung einer Frau zu ihrer Mutter ist ….

Es gibt im Leben eines Menschen, besonders eines weiblichen, Momente, an denen sie sich mit ihren Vorfahrinnen auseinandersetzen muss. Seit gut drei Jahren schreibe ich an der Geschichte meiner Familie, da gerade die Frauen darin dazu neigen zu sterben und die Männer mit ihrer eigenen Dummheit zurückbleiben. Da es im ganzen Prozess des Zurückbleibens auch noch um den einen oder anderen Euro geht, streitet sich die Mischpoke um Haus und Hof. Das Skurrile daran ist, dass es sich dabei um minimale Geldwerte handelt. (mehr…)

Die innere Patriarchin: Der Versuch einer Nacherzählung

Manchmal möchte ich keine Rücksicht auf die Meinungen anderer nehmen. Auch ich will dann sagen, ich weiß es besser und zeige euch, wie der Hase läuft. Es gibt Tage, da möchte ich nicht sagen, die Anwesenden sind die Expertinnen. Dann will ich meine innere Patriarchin herausholen dürfen und andere vor vollendete Tatsachen stellen. Warum? Seit Bielefeld ist alles den Bach heruntergegangen. Vorher war es nicht rosiger, aber seit diesem schicksalhaften Tag in der Stadt, die nicht genannt werden darf, hat die Geschwindigkeit zugenommen: der Wahnsinn galoppiert mittlerweile. (mehr…)